Krankheit aus homöopathischer Sicht
Ein Mensch ist gesund, wenn er in sich und mit sich im Gleichgewicht ist, wenn er mit der Umwelt und dem Schöpfer in Harmonie lebt. Krankheit ist die Folge einer äußeren und inneren Störung des organismischen Gleichgewichts unter Verlust dieser Harmonie.* (Zitat: Mathias Dorcsi)
Krankheitssymptome und Beschwerden sind immer ein Zeichen der gestörten Lebenskraft, Hahnemann nannte sie auch Dynamis, was so viel wie bewegende, wirkende und veränderte Kraft bedeutet.
Die Lebenskraft hat die Aufgabe, die innere Ordnung im Gleichgewicht zu erhalten. Alle Krankheiten beginnen als Störung der Lebenskraft, soweit nicht grobe äußere Einwirkungen die Ursache sind. Die unmittelbar wahrnehmbaren Symptome sind nicht die eigentliche Krankheit, sie signalisieren nur, dass die innere Ordnung im Ungleichgewicht ist. Beseitigt man lediglich diese nach außen gebrachten Zeichen, kann keine echte Gesundung erfolgen.
Bei sogenannten chronischen Erkrankungen stellte Hahnemann schon 1816 fest, dass es nicht ausreicht nur das richtige homöopathische Mittel zu verabreichen. Daraus entwickelte er nach jahrelangen Studien die Miasmenlehre, die er 1835 unter dem Titel „Die chronischen Krankheiten“ veröffentlichte. Das miasmatische (homöopathische) Mittel erreicht tiefere Schichten des Erkrankten und führt dort zu einer Stabilisierung.
Similia, similibus, curentur - Ähnliches werde durch Ähnliches geheilt
Samuel Hahnemanns Ähnlichkeitsregel
Sofern diese Regel in der Homöopathie strikt eingehalten wird und die Behandlung mit dem ähnlichsten Mittel erfolgt, dann wird es immer zur einen schnellen, sanften und dauerhaften Heilung kommen.
Ein Beispiel:
Ein Kind isst im Wald versehentlich eine Tollkirsche (Belladonna).
Das Kind wird plötzlich einen roten Kopf entwickeln, kalte Hände und Füße bekommen und einen großen Durst haben.
Diesen Zustand kennen wir auch bei fiebernden Kindern.
Also: Warmer, roter Kopf, kalte Hände und Füße und großen Durst.
Wird dem fiebernden Kind, die homöopathisch aufbereitete Tollkirsche nach den Regeln der Homöopathie, verabreicht. Wird das Kind schnell
und sanft wieder gesund.
Im Organon (griech.: Werk) hinterlässt Hahnemann uns genau und ausführlich die Gesetze und Prinzipien seines Heilsystems, der Homöopathie. Den Begriff hat Hahnemann aus den griechischen Wörtern homoios und pathos (ähnlich und leiden) abgeleitet. Das wiederum soll die Behandlung mit Mitteln bezeichnen, die ähnliche Wirkungen hervorrufen können, wie sie sich in der zu behandelnden Krankheit zeigen.
Potenzierung
Weil die Arzneien in der Ursubstanz starke Reaktionen verursachten, fing Hahnemann an sie zu verdünnen. Hier gewann er die Erkenntnis, dass die Dosis die zur Heilung führen sollte nicht einfach herauszufinden war. Eine zu große Dosis führte zu starken Reaktionen und war die Dosis zu klein, so wirkte sie nicht. Um die Dosis aber dennoch klein zu halten fing er an die Arzneien zu verschütten, was man in der Homöopathie Potenzierung nennt. Trotzt der kleinen Dosis wirkten seine Arzneien wieder.
Potenzierung werden je nach Mischungsverhältnis benannt
D-Potenzen Mischungsverhältnis:1:10
C-Potenzen Mischungsverhältnis:1:100
LM-Potenzen Mischungsverhältnis:1:50.000